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«Ich will alles» ist keine Beschreibung: über Wünsche, Passivität und Verantwortung im Kontakt

  • 7. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Einer der häufigsten Gründe für Konflikte und Missverständnisse ist fehlende Kommunikation vor dem Treffen.


Sehr viele Männer antworten am Telefon oder im Chat auf die Frage nach ihren Wünschen mit ihrem Lieblingssatz: „Alles. Ich will alles.“

Und das war’s dann.


Das Problem ist nur: „alles“ ist keine konkrete Beschreibung.


Es erklärt nicht:

— was genau die Person möchte;

— welches Format ihr wichtig ist;

— ob es besondere Wünsche gibt;

— was für sie wirklich relevant ist.


Am Ende ist die Frau gezwungen, fremde Erwartungen zu erraten.


Und sehr oft tauchen während des Treffens plötzlich „zusätzliche Wünsche“ auf, über die vorher nie gesprochen wurde.

Manche Dinge gehören jedoch zu Extra-Leistungen und werden separat besprochen.


Genau deshalb sollte man alles vorher ruhig und ehrlich klären.


Nicht nach dem Treffen.

Nicht mitten im Konflikt.

Und nicht später im Forum in Form eines beleidigten Berichts.



«Ich habe bezahlt — also mach alles».


Es gibt noch ein anderes Problem, über das Frauen ständig sprechen.


Manche Gäste bleiben während des Treffens vollkommen passiv: die Person liegt einfach da, zeigt keine Initiative, beteiligt sich nicht am Kontakt — erwartet aber trotzdem „Magie“.


Als müsste die Frau alleine Emotionen, Chemie, Atmosphäre und perfekten Sex erschaffen, ohne Beteiligung der anderen Seite.


Aber Nähe ist immer ein Zusammenspiel von zwei Menschen.

Auch im beruflichen Rahmen.


Wenn ein Mann emotional und körperlich komplett abgeschaltet ist, kann die Frau alleine kein „Wunder“ erschaffen.



Und danach kommen die Bewertungen.


Danach erscheinen in Foren oft Kommentare wie:

„Sie war nicht interessiert.“

„Alles wirkte mechanisch.“

„Sie war abspritzorientiertt.“

„Ihr ging es nur ums Geld.“


Aber hier sollte man ehrlich eine Frage stellen: was genau hat der Mann selbst zum Kontakt beigetragen?


Denn man kann keine echte Beteiligung erwarten, wenn man selbst vollkommen passiv bleibt.


Und vielleicht klingt das hart — aber ehrlich: seien Sie froh, wenn eine Frau nur Geld von Ihnen wollte.


Denn sonst müsste man sie beeindrucken mit:

— gutem Verhalten;

— gutem Sex;

— emotionaler Intelligenz;

— Fürsorge;

— der Fähigkeit, sein Wort zu halten;

— Respekt gegenüber einem anderen Menschen.


Geld ist der einfachste Teil der Interaktion.

Alles andere erfordert Persönlichkeit.



Kontakt ist immer Verantwortung von beiden Seiten.


Eine Frau ist nicht verpflichtet, Gedanken zu lesen.

Ein Mann ist nicht verpflichtet, etwas zu akzeptieren, das nicht zu ihm passt.


Aber normale Kommunikation beginnt dort, wo Menschen lernen:

— vorher zu sprechen;

— Grenzen zu respektieren;

— Wünsche klar zu formulieren;

— Verantwortung für ihre eigene Beteiligung am Kontakt zu übernehmen.


Denn „alles“ ist keine Kommunikation.


Und ohne echte Kommunikation entstehen fast immer Enttäuschung, falsche Erwartungen und Konflikte.



Safe Space ist ein Ort, an dem man offen darüber sprechen kann.

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